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2030 - Aufstand der Alten - Fiktion oder Wirklichkeit?
Wir schreiben das Jahr 2030 und Deutschland steht kurz vor dem Untergang: Jeder Dritte ist bereits über 60 Jahre alt, auf einen Erwerbstätigen kommt ein Rentner, das gesamte Rentensystem liegt in den letzten Zügen und das Pflegesystem funktioniert kaum noch. Das ZDF malt in seiner dreiteiligen fiktiven Dokumentation ein recht drastisches Bild von unserer Zukunft. Doch auch wenn es gelegentlich zu dramaturgischen Übertreibungen kommt, der Film basiert auf Fakten.
Bereits jetzt ist absehbar, dass der Staat auf Dauer keine hochwertigen Transferleistungen für seine Bürger mehr leisten kann. Ob Gesundheit, Pflege oder Altersvorsorge - ohne private Vorsorge wird der Rentner zukünftig am bzw. unter dem Existenzminimum leben müssen. Nur in einem irrt der Film: Bereits in den kommenden Jahren wird sich die Situation der deutschen Rentner dramatisch verschärfen. Steigende Ausgaben für die Gesundheit, erhöhte abgaben für die Pflegeversicherung und die Nullrunden bei der gesetzlichen Rente sind bereits jetzt Realität. Zukünftig werden viele Rentner nur noch knapp 50 Prozent ihres letzten Nettoeinkommens von der Rentenkasse erhalten. Die Pflegeversicherung bezahlt bereits jetzt nur die Hälfte der Pflegekosten. Aber noch ist Zeit: Wer jetzt vorsorgt, der braucht sich an dem Aufstand der Alten nicht zu beteiligen.